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Espresso Martini – der Kaffee-Cocktail

Wenig Drinks halten Kaffee und Hochprozentiges so souverän in der Balance wie der Espresso Martini. Kein Sahnelikör, keine Eiscreme – nur frisch gebrühter Espresso, Wodka und Kaffeelikör, kalt geshakt zu einem dichten, dunklen Cocktail mit einer cremigen Schaumhaube, auf der drei Espressobohnen schwimmen. Der Drink wurde Ende der 80er in London erfunden, als eine Barkeeper-Legende für ein Model angeblich etwas mixen sollte, das gleichzeitig wach macht und beschwingt. Genau das ist bis heute sein Reiz: Er schmeckt nach Feierabend und Aufbruch zugleich.

Das Gute daran: Ein guter Espresso Martini steht und fällt nicht mit teurem Equipment, sondern mit dem Espresso. Und genau da fängt unser Teil an. Hier ist das Espresso Martini Rezept, mit dem der Drink zu Hause so gut wird wie an einer ordentlichen Bar.

Zutaten für 1 Glas

  • 30 ml frisch gebrühter Espresso, vollständig abgekühlt oder über Eis im Shaker
  • 50 ml Wodka
  • 20 ml Kaffeelikör (zum Beispiel ein klassischer Coffee Liqueur)
  • 5–10 ml Zuckersirup (optional, je nach gewünschter Süße und Röstung des Espressos)
  • Reichlich Eiswürfel für den Shaker
  • 3 Espressobohnen zur Deko

Schritt für Schritt

1. Espresso brühen und abkühlen

Bereite einen kräftigen Espresso zu und lass ihn kurz abkühlen – warmer Espresso schmilzt das Eis zu schnell und verwässert den Drink. Wer es eilig hat, brüht direkt auf ein paar Eiswürfel im Shaker. Wichtig: Der Espresso muss präsent sein, sonst verschwindet der Kaffee hinter dem Alkohol.

2. Alles in den Shaker

Gib Espresso, Wodka, Kaffeelikör und – falls du es süßer magst – den Zuckersirup zu reichlich Eis in den Shaker. Bei einer dunkleren, von Natur aus kräftig-bitteren Röstung darf der Sirup ruhig dabei sein; bei einer süßeren Bohne kannst du ihn weglassen.

3. Kräftig shaken

Jetzt kommt der Teil, der über die berühmte Crema entscheidet: shake hart und ausdauernd, mindestens 15–20 Sekunden, bis der Shaker außen eiskalt beschlägt. Das energische Schütteln schlägt feine Luftbläschen und die natürlichen Öle des Espressos zu einem stabilen, hellbraunen Schaum – die unverkennbare Crema-Haube des Espresso Martini.

4. Doppelt abseihen

Seihe den Cocktail durch ein feines Sieb (double strain) in ein gekühltes Martini- oder Coupe-Glas. So bleiben Eissplitter zurück und nur die seidige Crema setzt sich oben ab. Das Glas vorher kurz mit Eis vorzukühlen lohnt sich – der Drink bleibt länger kalt.

5. Garnieren und servieren

Setze drei Espressobohnen mittig auf den Schaum. In Italien stehen sie augenzwinkernd für Gesundheit, Reichtum und Glück. Sofort servieren, solange die Crema steht – sie ist nach ein paar Minuten am schönsten.

Welcher Kaffee macht den besten Espresso Martini?

Die Crema steht und fällt mit der Bohne. Du willst einen Espresso mit Körper, dunklen Aromen und genug Druck, um sich gegen Wodka und Likör durchzusetzen. Eine leichte, säurebetonte Filterröstung geht hier unter. Gefragt ist Tiefe: Kakao, Nuss, dunkler Karamell, ein bitterer Kern.

Genau dafür sind unsere kräftigsten Sorten gemacht. Der Insonnia 100% Robusta bringt von Natur aus mehr Power, mehr Crema und diesen vollen, fast schokoladig-bitteren Espresso, der im Cocktail nicht untergeht – der Name ist Programm, wenn du wach bleiben willst. Wer es etwas runder, aber trotzdem voll mag, greift zum Posillipo: kräftig, ausgewogen, mit langem Nachklang. Beide ergeben einen Espresso Martini, der nach echtem neapolitanischem Espresso schmeckt und nicht nach Kaffeearoma aus der Flasche.

Stöbere in unseren Espresso-Sorten, wenn du noch nicht weißt, welche Röstung zu dir passt – für den Cocktail wie für den Espresso danach.

Tipps aus der Praxis

  • Frisch ist Pflicht: Verwende den Espresso so frisch wie möglich. Lange stehender oder kalter Kaffee von gestern bringt keine Crema.
  • Eis nicht sparen: Viel Eis kühlt schneller und sorgt für mehr Schaum, ohne den Drink zu verwässern – kurzes, hartes Shaken statt langem, lauem.
  • Süße steuern: Den Zuckersirup zum Schluss anpassen. Probier den Drink, bevor du nachsüßt.
  • Alkoholfrei: Ersetze Wodka und Likör durch kalten Espresso, etwas Sirup und einen Schuss Tonic – ein erfrischender Espresso-Soda, der die kräftige Röstung in den Mittelpunkt stellt.

Ein gelungener Espresso Martini ist am Ende ein Beweis dafür, dass guter Espresso überall die Hauptrolle spielt – im Glas auf Eis genauso wie morgens aus der Maschine. Such dir deine Bohne, shake hart, und lass die Crema für dich arbeiten.