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Caffè Leccese Rezept – Espresso mit Mandelmilch auf Eis

Wenn die Sonne über Apulien steht und der Asphalt im Salento flirrt, bestellt man in Lecce keinen normalen Espresso. Man bestellt einen Caffè Leccese – heißen Espresso, der über Eiswürfel und einen Schuss kalte, gesüßte Mandelmilch gegossen wird. Das Ergebnis: erfrischend kühl, mit einer Süße, die nach Marzipan und Hochsommer schmeckt, und darunter der unbeugsame Charakter eines kräftigen Espresso. Kein Sirup-Eiskaffee, kein Schnickschnack. Nur drei Zutaten, die zusammen mehr ergeben als ihre Summe.

Der Trick liegt im Kontrast. Der Espresso kommt heiß und konzentriert über das Eis, schmilzt es teilweise, kühlt dabei selbst ab – und die latte di mandorla, die salentinische Mandelmilch, bringt eine cremige, nussige Süße ins Spiel, die einen normalen Zucker komplett überflüssig macht. In den Bars zwischen Lecce, Gallipoli und Otranto trinkt man ihn den ganzen Sommer über, oft schon zum Frühstück. Wir zeigen dir, wie er auch in Brandenburg gelingt.

Caffè Leccese Rezept im Überblick

Für 1 Glas brauchst du etwa fünf Minuten. Das Wichtigste ist ein wirklich kräftiger Espresso – je voller und dunkler die Tasse, desto besser hält sie sich gegen Eis und Mandelmilch.

Zutaten

  • 1 doppelter Espresso (ca. 50–60 ml), frisch und heiß gebrüht
  • 30–40 ml Mandelmilch (klassisch latte di mandorla, gesüßt – ersatzweise ungesüßte Mandeldrink plus etwas Zuckersirup)
  • 4–6 Eiswürfel
  • optional: ein paar Tropfen Mandelsirup, wenn du es süßer magst

Zubereitung Schritt für Schritt

  • Eis ins Glas: Fülle ein hohes Glas oder einen kräftigen Tumbler mit 4–6 Eiswürfeln. Lieber etwas mehr – das Eis kühlt und verdünnt zugleich.
  • Mandelmilch zugeben: Gieße die kalte, gesüßte Mandelmilch über das Eis. Sie bildet die süße Basis, auf die später der Espresso trifft.
  • Espresso brühen: Brüh einen doppelten Espresso – heiß, dicht und mit ordentlich Crema. Hier entscheidet sich der Geschmack, also nimm eine Sorte mit Rückgrat.
  • Heiß über kalt: Gieße den heißen Espresso langsam über das Eis und die Mandelmilch. Es zischt leicht, das Eis knackt – genau so soll es sein.
  • Kurz umrühren und sofort trinken: Ein, zwei Mal umrühren, damit sich Espresso und Mandelmilch verbinden, dann direkt genießen, solange das Glas noch beschlagen ist.

Welcher Espresso für den Caffè Leccese?

Eis und Mandelmilch sind charmant, aber sie verzeihen keinen schwachen Espresso. Wenn der Kaffee nicht kräftig genug ist, geht er in der Süße unter und übrig bleibt nur kalte Mandelmilch. Deshalb empfehlen wir für den Caffè Leccese eine dunkle, vollmundige Röstung mit viel Körper und einer schokoladig-würzigen Note.

Unser Favorit dafür ist der Scugnizzo – kräftig, dicht und mit genau der Tiefe, die sich gegen Eiswürfel und Mandelmilch behauptet. Wer es noch intensiver und richtig durchschlagend mag, greift zum Insonnia, unserem 100 % Robusta mit voller Crema und ordentlich Druck. Beide bringen die neapolitanische Wucht mit, die einen guten Caffè Leccese erst zum Erlebnis macht.

Tipps aus dem Salento

  • Glas vorkühlen: Stell das Glas vorher kurz in den Gefrierschrank. So schmilzt das Eis langsamer und der Kaffee bleibt länger frisch.
  • Süße selbst dosieren: Echte salentinische Mandelmilch ist bereits süß. Probier erst, bevor du nachsüßt – oft braucht es gar nichts mehr.
  • Reihenfolge respektieren: Immer Eis, dann Mandelmilch, zuletzt der heiße Espresso. So entsteht die schöne Schichtung, bevor du umrührst.
  • Frisch mahlen: Mahl die Bohnen direkt vor dem Brühen. Frische Crema trägt den Espresso durch die Kälte.

Der Caffè Leccese ist mehr als ein Sommergetränk – er ist ein Stück süditalienische Bar-Kultur im Glas. Einfach, ehrlich, erfrischend. Mit einem kräftigen Espresso aus unserer Rösterei holst du dir den Salento direkt nach Hause. Buon caffè!

Mehr Inspiration findest du in unseren Espresso-Sorten – such dir deinen Lieblingskaffee mit Charakter aus.